Was könnte den zukünftigen Preis von ETCbeeinflussen?
TLDR
Ethereum Classic steht vor einem Spannungsfeld zwischen Protokoll-Updates und den aktuellen Marktbedingungen.
- Olympia Upgrade (2026) – DAO-gesteuerte Verwaltung und Gebührenverbrennung könnten das Angebot verknappen
- PoW-Stimmungslage – Loyalität der Miner versus Kritik an Energieverbrauch sorgt für Schwankungen
- Konkurrenz unter Layer-1-Blockchains – Weniger Entwickleraktivität und geringeres DeFi-Volumen im Vergleich zu neueren Netzwerken
Ausführliche Analyse
1. Umfassende Finanzierung auf Protokollebene (Gemischte Auswirkungen)
Überblick: Das Olympia Upgrade, geplant für Ende 2026, führt eine Gebührenerfassung ähnlich EIP-1559 ein, bei der 80 % der Basisgebühren in einen dezentralen Schatz fließen. Dies soll deflationären Druck erzeugen und gleichzeitig eine On-Chain-Governance über ECIP-1113 etablieren. Testnetzstarts sind für das erste Quartal 2026 vorgesehen.
Bedeutung: Die Erfahrung mit ETHs EIP-1559, die über 10 Milliarden US-Dollar an Umlaufmenge reduzierte, zeigt ein mögliches Preisstützungspotenzial. Allerdings begrenzt das geringere Transaktionsvolumen von ETC den unmittelbaren Effekt. Der Erfolg hängt stark davon ab, wie gut die DAO nach dem Upgrade die Entwicklung des Ökosystems finanziert (Ethereum Classic DAO).
2. Proof-of-Work (PoW) als Narrativschlachtfeld (Bullisch/Bärisch)
Überblick: Als eine der wenigen verbliebenen EVM-kompatiblen PoW-Blockchains profitiert ETC von der Migration von ASIC-Minern nach dem ETH Merge. Dennoch bestehen weiterhin Risiken durch 51%-Angriffe (drei Vorfälle im Jahr 2020), und die Energiekosten sind mit 37 % über denen des Bitcoin-Minings pro THash höher.
Bedeutung: Die derzeit stabile Hashrate von 2,3 TH/s könnte sicherheitsbewusste institutionelle Investoren anziehen. Gleichzeitig erhöht der regulatorische Druck auf energieintensive Kryptowährungen das Risiko für ETC. Neue Web3-Regelungen in Hongkong, die PoW-konforme Projekte bevorzugen, könnten hier unterstützend wirken (Crypt0_DeFi).
3. Wettbewerb um Relevanz bei Smart Contracts (Bärisch)
Überblick: ETC liegt bei der Entwickleraktivität unter den Layer-1-Blockchains auf Platz 48 mit 23 wöchentlichen Code-Commits, während Solana über 2.100 verzeichnet. Das gesamte DeFi-Volumen (TVL) beträgt nur 12 Millionen US-Dollar, verglichen mit 65 Milliarden bei Ethereum.
Bedeutung: Ohne eine beschleunigte Entwicklung von dezentralen Anwendungen (dApps) droht ETC, zur „Zombie-Chain“ zu werden. Der 10-Millionen-Dollar-Fonds der ETC Grants DAO soll dem entgegenwirken, doch es wird 6 bis 12 Monate dauern, bis sich erste Erfolge in den Nutzungszahlen zeigen (CoinMarketCap Analyse).
Fazit
Das Upgrade 2026 könnte Ethereum Classic als „Bitcoin + Smart Contracts“ neu positionieren, muss aber schwache Netzwerkeffekte und das PoW-Nachteil überwinden. Die technische Analyse zeigt derzeit eine bärische Tendenz (Preis unter dem 200-Tage-Durchschnitt bei 17,93 US-Dollar), wobei die Fibonacci-Unterstützung bei 11,50 US-Dollar entscheidend ist. Im zweiten Quartal 2026 wird es wichtig sein zu beobachten, wie das Testnetz angenommen wird – kann die DAO-Governance die mehr als 300 Entwickler gewinnen, die nötig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben?
Was sagen die Leute über ETC?
TLDR
Die Community von Ethereum Classic hält fest an ihren Grundsätzen fest, während Händler wichtige technische Marken im Blick haben. Das sind die aktuellen Trends:
- Bärische technische Analyse warnt vor schwachem Momentum
- Befürworter setzen auf PoW und das Prinzip „Code is Law“
- Gemischte Signale durch Upgrades im Ökosystem
Ausführliche Analyse
1. @CryptoJobs3: Wichtige Unterstützungszone durchbrochen – Risiko für weiteren Kursrückgang (bärisch)
„Die Bullen sind schwach. Der Haupttrend bleibt bärisch... Ein weiterer Kurssturz unter den Widerständen erscheint realistisch.“
– @CryptoJobs3 (41.000 Follower · 1,3 Mio. Impressionen · 19.12.2025, 14:00 UTC)
Originalbeitrag ansehen
Bedeutung: Für Ethereum Classic ist das bärisch, da der Wochenchart den Kurs unter einer wichtigen Unterstützungszone ($15–$16,50) zeigt. Analysten weisen auf schwachen Kaufdruck und eine kritische Widerstandszone bei $12,80–$13,50 hin, die über den weiteren Kursverlauf entscheidet.
2. @0xToxo: ETC = Bitcoins Sicherheit + Ethereums Funktionalität (bullisch)
„ETC vereint Bitcoins Geldmodell mit Ethereums Programmierbarkeit. Es ist digitales Gold, das auch Smart Contracts ausführen kann.“
– @0xToxo (9.700 Follower · 685.000 Impressionen · 18.12.2025, 10:04 UTC)
Originalbeitrag ansehen
Bedeutung: Für ETC ist das bullisch, da Befürworter argumentieren, dass das PoW-Modell und die Kompatibilität mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) es zu einem einzigartigen Hybrid-Asset machen – auch wenn die Verbreitung hinter Ethereum (ETH) zurückbleibt.
3. @Nicat_eth: Miner-Treue vs. stagnierendes Ökosystem (gemischt)
„ETC hält an seiner Identität als sichere PoW-Blockchain fest – aber das Ökosystem verliert an Dynamik und der Wettbewerb wird härter.“
– @Nicat_eth (7.500 Follower · 2,4 Mio. Impressionen · 01.12.2025, 20:53 UTC)
Originalbeitrag ansehen
Bedeutung: Gemischte Aussichten – die Unterstützung durch institutionelle Miner sorgt für Stabilität, doch die langsame Entwickleraktivität und der Wettbewerb durch schnellere Layer-1-Blockchains wie Solana begrenzen das Wachstumspotenzial.
Fazit
Die Meinung zu $ETC ist gespalten: Einerseits steht die ideologische Verpflichtung zur Unveränderlichkeit im Vordergrund, andererseits zeigen die Marktzeichen ein nachlassendes Momentum. Technisch gesehen ist der Kurs unter kritischem Widerstand ($12,30–$12,65) bärisch einzuschätzen. Langfristige Anleger betonen jedoch die Sicherheit durch Proof of Work und die begrenzte Gesamtmenge von maximal 210 Millionen Coins. Besonders im Auge behalten sollte man den Fortschritt des Olympia Upgrades – geplante Gebührenverbrennungen und eine DAO-gesteuerte Governance ab Ende 2026 könnten die deflationären Erwartungen wiederbeleben.
Was sind die neuesten Nachrichten über ETC?
TLDR
Ethereum Classic bewegt sich zwischen institutioneller Akzeptanz und technischen Protokoll-Verbesserungen, während es gleichzeitig mit schwierigen Marktbedingungen kämpft. Hier sind die wichtigsten Neuigkeiten:
- Grayscale beantragt Börsengang mit ETC Trust (18. November 2025) – Der ETCG Trust im Wert von 157 Mio. USD ist Teil einer großen Expansion im traditionellen Finanzsektor.
- Toobit startet flexibles ETC-Staking (21. November 2025) – Ein Produkt mit 0,35 % Jahreszins erweitert die Ertragsmöglichkeiten auf der Börse.
- Entwurf des Olympia-Upgrades veröffentlicht (1. Juli 2025) – Vorgeschlagen werden eine dezentrale Verwaltung (DAO) und ein neues Finanzsystem für 2026.
Ausführliche Analyse
1. Grayscale beantragt Börsengang mit ETC Trust (18. November 2025)
Überblick:
Grayscale Investments hat einen Börsengang an der New Yorker Börse (NYSE) beantragt, bei dem auch der Ethereum Classic Trust (ETCG) mit einem Wert von 157 Mio. USD enthalten ist. Der Trust wird aktuell mit einem Abschlag von 32 % zum Nettoinventarwert (NAV) gehandelt (7,61 USD pro Anteil vs. 11,24 USD NAV). Dies zeigt eine gemischte Haltung institutioneller Investoren gegenüber ETC im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum.
Bedeutung:
Der Börsengang bietet traditionellen Anlegern eine regulierte Möglichkeit, in ETC zu investieren. Gleichzeitig verdeutlicht er, dass ETC im Vergleich zu Ethereum mit +53 % Jahresrendite (YTD) und Bitcoin weniger gut abschneidet (ETC -38 % YTD). Sollte sich der Markt für Krypto-ETFs 2026 weiterentwickeln, könnte sich der Abschlag des ETCG Trusts verringern. (Yahoo Finance)
2. Toobit startet flexibles ETC-Staking (21. November 2025)
Überblick:
Die Börse Toobit hat ein flexibles Staking-Angebot für ETC mit einem Jahreszins von 0,35 % eingeführt. Nutzer können ihre Einlagen bis zu 700 ETC jederzeit sofort abheben. Dieses Angebot ähnelt denen von HTX und Coinbase, bietet jedoch geringere Renditen als dezentrale Finanzplattformen (DeFi).
Bedeutung:
Das Produkt verbessert kurzfristig die Liquidität für ETC-Inhaber, zeigt aber auch, dass die Nachfrage nach Ertragsprodukten für ETC eher gering ist. Viele Trader bevorzugen es, ETC wegen seiner Sicherheit durch Proof-of-Work (PoW) zu halten, anstatt es für Staking zu nutzen. (Toobit)
3. Entwurf des Olympia-Upgrades veröffentlicht (1. Juli 2025)
Überblick:
Die Ethereum Classic DAO hat den Olympia-Upgrade-Entwurf (ECIP-1111 bis 1114) vorgestellt. Er sieht vor, Gebühren ähnlich wie bei EIP-1559 zu verbrennen, wobei 80 % der Gebühren in einen gemeinsamen Fonds (Treasury) fließen. Außerdem soll eine On-Chain-Governance eingeführt werden. Erste Tests im Testnetz begannen im dritten Quartal 2025.
Bedeutung:
Das Upgrade soll die chronischen Finanzierungsprobleme von ETC lösen, stößt aber auf Skepsis bezüglich der Dezentralisierung der Kontrolle. Der Erfolg hängt davon ab, ob typische Governance-Probleme, wie sie bei anderen Projekten wie Tezos auftraten, vermieden werden können. Wird das Upgrade angenommen, könnte die jährliche Inflation von ETC um etwa 1,2 % gesenkt werden. (Ethereum Classic DAO)
Fazit
Ethereum Classic steht vor der Herausforderung, institutionelle Anerkennung durch Grayscale und neue Börsenprodukte mit langfristiger Protokollstabilität in Einklang zu bringen. Das Olympia-Upgrade könnte die Entwickleraktivität neu beleben, doch die negative Jahresperformance von -38 % zeigt, wie schwer es ETC fällt, sich in einem Markt zu behaupten, der von Proof-of-Stake (PoS) dominiert wird. Wird die Governance-Reform 2026 endlich dazu führen, dass ETCs Grundsatz „Code Is Law“ besser mit den Anforderungen moderner DeFi-Anwendungen harmoniert?
Was steht als Nächstes auf der Roadmap von ETC?
TLDR
Die dezentrale Steuerung von Ethereum Classic treibt diese wichtigen Meilensteine voran:
- Olympia Upgrade (Ende 2026) – On-Chain-DAO-Governance und ein Treasury-System.
- Layer 2 Integration (kein festes Datum) – Erkundung von Optimistic Rollups zur Skalierung.
- EVM-Versionierung (langfristig) – Abwärtskompatibilität für ältere Smart Contracts.
Ausführliche Erklärung
1. Olympia Upgrade (Ende 2026)
Überblick: Das Olympia Upgrade führt eine Protokollfinanzierung auf Basis von vier ECIPs ein:
- ECIP-1111: Implementiert EIP-1559, wodurch 80 % der Basisgebühren an ein dezentrales Treasury fließen.
- ECIP-1113: Etabliert eine On-Chain-DAO-Governance, die es $ETC-Inhabern ermöglicht, über Vorschläge abzustimmen.
Der Testnet-Rollout läuft bereits, die Aktivierung im Mainnet ist für Ende 2026 geplant.
Bedeutung: Positiv für die Nachhaltigkeit von ETC, da die Finanzierung dezentralisiert wird und die Community-Entwicklung gefördert wird. Risiken bestehen in möglichen Verzögerungen bei der Einigung oder technischen Herausforderungen.
2. Layer 2 Skalierung (kein festes Datum)
Überblick: ETC plant die Einführung von Layer-2-Lösungen wie Optimistic Rollups. Durch die Kompatibilität mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) kann ETC Innovationen von Ethereum übernehmen. Dies könnte die Transaktionskapazität erhöhen und gleichzeitig die Sicherheit des Proof-of-Work (PoW) beibehalten.
Bedeutung: Neutral bis positiv, da die Einführung von Layer 2 Entwickler im DeFi-Bereich anziehen könnte, die niedrige Gebühren suchen. Der Fortschritt hängt jedoch stark von der Aktivität externer Entwickler und Netzwerkeffekten ab.
3. EVM-Versionierung (langfristig)
Überblick: Geplant ist die Einführung einer EVM-Versionierung, die es ermöglicht, ältere Smart Contracts auf kompatiblen EVM-Versionen auszuführen. So bleibt das Prinzip „Code ist Gesetz“ erhalten, während Upgrades möglich sind. Dies minimiert das Risiko, dass ältere dApps durch Hard Forks beschädigt werden.
Bedeutung: Positiv für die langfristige Stabilität, da Innovation und Unveränderlichkeit in Einklang gebracht werden. Die Umsetzung ist komplex und die Einführung könnte langsam verlaufen.
Fazit
Der Fahrplan von Ethereum Classic setzt auf dezentrale Governance (Olympia), Skalierbarkeit durch Layer 2 und Abwärtskompatibilität – mit dem Fokus auf Sicherheit und Unveränderlichkeit statt Geschwindigkeit. Obwohl die Zeitpläne flexibel sind, könnte die Kombination aus PoW und EVM-Kompatibilität ETC als eine Art „Bitcoin + Ethereum“-Hybrid positionieren. Wird die Migration von Minern nach dem Ethereum Merge die Hashrate und Sicherheit von ETC beschleunigen?
Was ist das neueste Update in der Codebasis von ETC?
TLDR
Der Code von Ethereum Classic entwickelt sich durch Protokoll-Updates und Verbesserungen in der Governance stetig weiter.
- Olympia Upgrade Entwurf (Juli 2025) – Führt die EIP-1559 Gebührenverbrennung, DAO-Governance und eine Protokollfinanzierung auf Protokollebene ein.
- EVM EOF Integration (Geplant für 2024) – Verbessert die Kompatibilität und Sicherheit der Ethereum Virtual Machine (EVM).
Ausführliche Erklärung
1. Olympia Upgrade Entwurf (Juli 2025)
Überblick: Das Olympia Upgrade schlägt ein dezentrales Schatzsystem und eine On-Chain-Governance vor, die mit dem Grundprinzip von ETC – der Unveränderlichkeit – übereinstimmen.
Wichtige Merkmale:
- ECIP-1111: Leitet 80 % der Basisgebühren aus EIP-1559 an einen Schatzvertrag weiter, wodurch ein deflationärer Mechanismus entsteht.
- ECIP-1113: Errichtet eine DAO (Dezentrale Autonome Organisation) für die Protokoll-Governance, sodass ETC-Inhaber über Finanzierungsanträge abstimmen können.
- Testnet-Einführung: Startete im Juli 2025 auf Mordor, mit geplanter Aktivierung im Mainnet Ende 2026.
Bedeutung: Dieses Upgrade ist positiv für ETC, da es die Entwicklungsfinanzierung dezentralisiert und Anreize für eine nachhaltige Weiterentwicklung schafft. Nutzer könnten von weniger Verkaufsdruck durch verbrannte Gebühren und einer stärker von der Community getriebenen Innovation profitieren. (Quelle)
2. EVM EOF Integration (Geplant für 2024)
Überblick: Die Kernentwickler von ETC arbeiten daran, das Ethereum EVM Object Format (EOF) zu übernehmen, um die Codevalidierung und Gas-Effizienz zu verbessern.
Wichtige Änderungen:
- EIP-3860: Begrenzt und misst den Initialisierungscode, um Missbrauch von Ressourcen zu verhindern.
- EIP-3540: Trennt Code- und Datenspeicherung, was die Ausführung von Smart Contracts vereinfacht.
Bedeutung: Dieses Update ist neutral für ETC, da es die Kompatibilität mit dem Ethereum-Ökosystem erhält und gleichzeitig die Sicherheit erhöht. Entwickler erhalten bessere Werkzeuge, doch die tatsächliche Wirkung hängt von der Akzeptanz ab. (Quelle)
Fazit
Ethereum Classic verbindet Innovation mit seinen Grundprinzipien, indem es auf dezentrale Governance (Olympia) und EVM-Kompatibilität (EOF) setzt. Obwohl diese Updates die Infrastruktur von ETC stärken, wirft das eher konservative Tempo bei Upgrades die Frage auf: Wird die DAO-Governance auf Protokollebene genug Entwickleraktivität anziehen, um mit schnelleren Blockchains konkurrieren zu können?